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sometimes perhaps happens something...

Ich bin still geworden. Eine selbst gewählte Stille, nichts sagen zu müssen, vielleicht auch nicht gehört zu werden. Weil es im Grunde genommen keinen interessiert.

Dieser Routine, dieses ewig gleiche, und das obwohl ich versuche so viel neues zu sehen und lernen wie nur möglich. Das neue ist zu seiner eigenen Routine geworden, ich denke ein Jahr zurück, und es ist wie gestern. Die Montonie, die Langeweile, das Nichts wird von unserem Gehirn wegkomprimiert, es ist ja auch nicht von Belang. Denke zurück, wie schön diese kurze Zeit damals war. Ich hab doch sowas nicht verdient, als jemand, der sich auch nie für die anderen interessiert hat. Der keine Fähigkeiten zur Empathie hat. Keine ernsthaften jedenfalls, man kann ja so tun als ob. Wie dieser geniale Autist, der "Elf ist freundlich und fünf ist laut" geschrieben hat. Nein, nein dieser Vergleich ist Unsinn. Ich bin weder derart begabt noch tue ich mich derart schwer. Vielleicht stelle ich mich im sozialen Leben auch einfach nur ziemlich dumm an.

Zerstreuung natürlich. Die hilft immer drüber weg, wenn sonst nicht viel ist. Zerstreute Energie, zerstreuter Drang zur Destruktion. Doch auch zerstreute Kreativität, planloses Schreiben ohne das sich etwas fassbares, etwas schönes, auftut. Wie jetzt. Sinnlos.

Warten. Wenn es mir gerade gut geht, etwa nach Joggen, dieser Gedanke - alles wird gut. Ein Gedanke voller Kitsch wie er in jedes öffentlich-rechtliche Vorabendprogramm passen würde. Langsam gehen die Träume aus, die allesamt die Realität zerstört hat... ich träume weiter, aber wie lange noch erbauliches?

 "Synthesize me
Make me your
Love and hate machine
And I can serve you better

Start the true
Emotion scheme
Till I'm no longer forced
To keep my vital functions

Synthesize me
And reboot
I need to start again
I need to make it different
"
(Diorama)
 

3.2.08 23:49
 


bisher 5 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Nichts (5.2.08 09:58)
Warum interessiert Du Dich nicht für andere? Das liegt in deinem eigenen Interesse! Sozial aktive Menschen sind glücklicher. Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen sozialer Isolation und psychischen Leiden. Also, dawai, dawai unter die Leute, nicht beobachtend, sondern beteiligt! Los doch! Und vielleicht kommen dann auch wieder die Augenblicke, die in der Zukunft sehnsüchtig erinnert werden. Klar, dass Routine - also bereits Abgespeichertes - nicht noch mal gemerkt werden muss und so alles ins Vergessen verschwindet. Mir macht das, nach Rilke, Angst. Nichts festhalten zu können. Kann mir also vorstellen wie Du Dich fühlst. Ein bisschen.
Das mit der fehlenden Empathie red Dir nicht ein! Vielleicht bist Du nur nicht in der richtigen Situation mit anderen richtig zu fühlen.

Sonst gäbe es ja gar keine Hoffnung. Sonst würde man fragen, was jetzt? Ohne Gefühle kann die Welt und das Leben keinen Wert mehr haben. Also glaub daran - dass es nicht stimmt. Sonst gute Nacht.

Grüße.

Ach ja: Den Satz versteh ich nicht: "das Nichts wird von unserem Gehirn wegkomprimiert". Was ich wundervoll finde, weil man meine Sätze auch nie versteht - genauso toll: was ich sage interessiert "im Grunde genommen (auch) keinen", Willkommen im Klub ... aber Schweigen ist nicht besser, man w i l l doch den Mund aufmachen um etwas Schönes zu sagen, etwas Bedeutendes ... meist ohne Erfolg. Was nun? Erwart von mir keine Antworten.


Julchen (5.2.08 16:33)
Still sein - bis man eplodiert oder das Sprechen ganz verlernt hat. Wo ist da der Sinn? Teile dich deiner Welt mit, suche Menschen die an dir als Person Intresse haben und dich tolerieren. Aber auch du musst deinen Teil dazu tun, versuche die anderen zu verstehen, lasse sie nicht spüren, dass sie minderbemittelt sind.
Wage halt den Neuanfang, knüpfe neue Kontakte, wage einen Neuanfang. Auch den soziale Umgang miteinander kann man lernen, genauso wie man dumm sein kann und klug wirken kann, ist es möglich, mehr soziale Intelligenz vorzutäuschen, als man tatsächlich hat.
Warum lässt du dir deine Träume von der Realität zerstören? Lebe für deine Träume, lebe deine Träume, lebe dein Leben und verträume es nicht! Werde aktiv und handle, es liegt in deiner Hand!
Ich würde "sinnloses Schreiben" nicht als eine sinnlose Tätigkeit bezeichnen, denn es hat durchaus seine Berechtigung. Schreiben kann auch als Therapie wirken. Und wenn es dir danahc besser geht, hast du shcon einen kleinen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Schreibe es auf und es ist nicht mehr ein Teil von dir... Behalte es, ließ es wenn du in SItuationen bist, in denen du dich wieder damit identifizieren kannst, und packe es wieder weg. Und irgendwann wirst du von allem genügend Abstand haben, und es zu lesen und verarbeiten zu können, denn verdrängen kann und ist keine dauerhafte Lösung!

Ganz liebe Grüße
Julia

*Kraft schick* denn jeder Neuanfang, jede Veränderung braucht Kraft und Mut. Oft kannst du aber nur gewinnen!


silverbird / Website (6.2.08 01:15)
Vielen Dank für eure lieben Kommentare! Ich schreibe mal hier ein bisschen was dazu.

> lasse sie nicht spüren, dass sie minderbemittelt sind
Das denke ich doch nicht einmal. Wenn ich mir die Leute in der Welt um mich anschaue - okay es gibt ein paar kleine Randgebiete in der Unendlichkeit menschlicher Fähigkeiten wo ich wohl viel mehr als sie kann - und dann? Folgen diese mitleidigen Blicke zu mir selbst...

> Schreiben kann auch als Therapie wirken.
So denke ich das schon auch... vor allem schlummert irgendwo noch die Hoffnung irgendwo die Logik und den Sinn hinter mir einmal *verstehen* zu können...

> Warum interessiert Du Dich nicht für andere?
Eigentlich stimmt das überhaupt nicht, dass ich mich nicht für andere interessiere - als ich das geschrieben habe, habe ich mich nur daran erinnert, das so mehr oder weniger direkt mitbekommen zu haben, dass es scheinbar so aussieht, als interessiere ich mich nicht.

> Ohne Gefühle kann die Welt und das Leben keinen Wert mehr haben.
Was meinst du, was ich schon für Gefühle hatte, und wie sie enttäuscht worden sind? Ich bin vorsichtig geworden... das reine Denken hat wenigstens nicht so viele böse Überraschungen... aber auch weniger gute.

"das Nichts wird von unserem Gehirn wegkomprimiert" soll heißen, dass Abschnitte in meiner Erinnerung in denen lange nichts passiert ist, im Gedächtnis nur wenig Platz brauchen... die letzten wirklichen Ereignisse erscheinen dann "wie gestern" und verlieren auch nichts von ihrer Dramatik...
(btw Vergessen und Rilke... was meinst du? würde mich interessieren...)

Ich würde ja noch viel mehr schreiben... wenn ich das jetzt in Worte fassen könnte. Jedenfalls nochma vielen lieben Dank für die aufmunternden Worte... und ihr habt ja irgendwie auch Recht ;-)


Nichts (9.2.08 05:38)
"Was meinst du, was ich schon für Gefühle hatte, und wie sie enttäuscht worden sind? Ich bin vorsichtig geworden... das reine Denken hat wenigstens nicht so viele böse Überraschungen... aber auch weniger gute."

Lass mich darauf kurz eingehen.
Bei solchen Angelegenheiten wäre ich vorsichtig. Sich schlecht oder sich gut fühlen hat immer seine Berechtigung. Nach einer Enttäuschung kann erst das "über der eigenen Erwartung liegende" kommen. Nach dem großen Verlust erst die Freude am zuvor "wie selbstverständlich genommenen".
Nur dem Angenehmen hinterjagen, vor dem Unangenehmen davonlaufen, glättet die Höhen u n d die Tiefen. Das ist das beschriebene: "dieses ewig gleiche"
Ich würde nicht eindringlich davon abraten, wüsste ich nicht selbst, dass die vermeintliche Rettung vom quälendem Etwas ins Nichts einem Verlust des Lebens überhaupt gleichkommt:

"Heute erinnern mich diese vergangenen Schmerzen an ein erhabenes Leben, ein übermenschliches Leben. Die Jahre haben mich gelehrt, dass es einen viel stärkeren Schmerz gibt, nämlich diesen: in die weite, ganz mit Asche bedeckte Ebene zu blicken, wo alle Schmerzen, alle Freuden, alle Gefühle langsam einschlummern ... "

Lass es soweit niemals kommen.


beyond.silence / Website (10.2.08 02:37)
Nein, ich schlummer nicht ein. Ich werde ewig nach Neuem suchen, wahrscheinlich genau nach dem, was ich sowieso nicht bekommen werden. Neues versuchen, an den Füßen der Berge kratzen, die zu vermuteten Höhen führen. Vielleicht kehre ich nach wenigen Schritten wieder um, aber dann ist dass doch nur das ganze logische Vorgehen, das man nicht höher geht, als jene Höhe von der man glaubt, den Sturz von ihr nicht überstehen zu können?

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