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dreaming into chaos

Again... i hate this game. Die letzte Woche, eine Ansammlung unbedeutender Ereignisse in dieser unbedeutenden Geschichte eines Wesens, das einmal glaubte bedeutend werden zu können. Bedeutend, in dem Sinne sich irgendwie in diese Welt, in diese Menschen, in die Umgebung seines Nährboden einbringen zu können. In Kunst sich zu verwirklichen, in Beziehungen sich in dieses Geflecht eines Netzes zu integrieren, Katalysator zum Leben und in der Liebe einen Heim für seine suchende Seele zu finden...

Ich bin ein Träumer. Das war ich schon immer, vielleicht war ich aber nie weiter weg von den Zielen meiner Träume, als an diesem Punkt zweifelnder Blicke in ein von Fragen behaftetes Streben in ein Irgendwo hin. Nach den Ferien. Nächstes Semester. Danach - ein Semester Schweden? Glaube ich dort meinen Horizont so erweitern zu können, dass mit neuer Kraft für dieses Leben ich zurückkehre und neuen Blickwinkeln auf unser Theater, die es schlüssiger erscheinen lassen?

Ich schaffe Chaos, um mich herum, doch eigentlich will ich die Ordnung. Will meine Gedanken wieder in Geschichten verpacken können, fassbares daraus machen! Ich bin total unkreativ geworden, jedenfalls was Schreiben angeht. Ich bin zweifelnder geworden. Nicht das ich je den Sinn in diesem ganzen Theater je gesehen hätte. Aber jetzt in der Mitte des Studiums, zweifelsfrei etwas gefunden, wo man überdurchschnittlich etwas kann, und doch nie etwas wie ein Genie. Nie ganz oben einmal sehen. Nein, das sind keine irrwitzigen Ansprüche, es ist doch nur die Frage nach der Legitimation eines einsamen Wesens.

Es vergehen Tage, vergehen Monate - und was ist um mich entstanden außer Chaos? Natürlich, daraus schöpft man, und nicht aus dem Nichts, aber ich schöpfe nicht. Ich warte, und ich weiß nicht auf wen. Aber ich weiß, wie ich dahin gekommen bin - durch mich und meine Poesie-artigen Vorstellungen dieser Welt. Ich weiß nicht, ob das Leben gerecht ist oder nicht aber macnhmal glaube ich... man bekommt, was man verdient.

3.3.08 00:57


silent moments of beauty

Gegen Mitternacht verlasse ich das Heim, ziehe die dickste Jacke an um den mich erwartenden Temperaturen knapp oberhalb des Gefrierpunktes einigermaßen gewappnet zu entgegnen. Eine klarer Sternenhimmel erhellt diese Nacht, nur eine Mütze auf meinem Kopf, diesmal keine Kopfhörer, die sonst für kontinuierliche Beschallung sorgen, wenn ich mit Rad durch die Straßen dieser Stadt unterwegs bin.

Ich will die Stille hören, der zunehmenden Ruhe begegnen, wenn ich weiter in das Neubaugebiet hineingehe, weiter weg von der Straße. Bald wird ein Meer um Häusern darum entstehen, wo ich nun entlang laufe, ein unfertiger Teil einer Stadt, der nur die Grundrisse eines größeren Plans enthält. Aber welchen Plans? Keine Stadt, nicht mal ein kleines Wohngebiet kann am Reißbrett detailgenau geplant werden, ein emergentes Wachstum, bestimmt durch das Zusammenwirken der einzelnen Indivuduuen - sicher wir haben eng begrenzte Grundstücksgrenzen, streng reglementierte Bauvorschriften, und doch es wird die Federn vieler Architekten sein, die die Wege und Straßen um uns prägen werden. Ein einzelner wäre überfordert ein so großes kohärentes Ganzen zu schaffen, das gleichermaßen das Kunstwerk eines Schöpfers ist, wie die "Natürlichkeit" einer organisch gewachsenen Stadt besitzt. Im Schwarm sind wir intelligenter, im Schwarm werden die Fische vor den Räubern entkommen, die Vögel dem Takt der Jahreszeiten nachkommen. Im Schwarm gibt es keinen einzelnen Führer, keinen Herrscher, dessen Feder alles unter sich ordnet. Im Schwarm kann man nur etwas von diesem fundamentalen Gesetz der Natur lernen - dem der Emergenz.

So gehe ich der Stille entgegen, ziehe an dem Zigarillo, den ich an diesem Tag auch noch glaube mir verdient zu haben. Die rechte Hand zieht, ob der Kälte, zurück in die wärmende Tasche der Jacke, die  andere Hand nimmt das Räucherstäbchen wieder aus dem Mund - warum muss es auch nur so kalt sein...

9.3.08 01:46





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