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tired

Müde, nach zwei Vorlesungen, selbst gehaltener Übung und noch in der Bib mit anderen Aufgaben gemacht - daheim, ein Zustand, in dem man gerne eine Stunde schlafen könnte um dann abends wieder etwas fit zu sein. Nein, du hast natürlich auch noch Nachhilfe ausgemacht, jetzt dann, fällt mir ein. Nichts mit schlafen, stattdessen eine Tasse kurz ziehenden schwarzen Tee (was effektiver als das viel zu schnell verpuffende Koffein im Kaffee ist...) gemacht. Irgendwas ablenkendes bis dahin machen, mit solchen kurzen Zeitintervallen lässt sich nicht viel sinnvolles anfangen. Dann vergehen 1.5h bis man die Aufgabe so erklärt hat, dass ich das Verständnis meiner Gegenüber für das Thema zu verspüren glaube. Danach ein "Hey ich verstehe es... es geht voran!" Das war es wert, allein das. Unabhängig davon das die optisch sehr ansehnliche Mathe-Geplagte in einer kurzen Nebenbemerkung beim verabschieden auf den Status ihrer Vergebenheit anspielt, erfährt man von solchen Leuten gerne Anerkennung. Weiß mehr von dem Sinn dieser didaktischen Bemühungen als wenn man vor 20 Leuten steht und wenigstens darauf hofft man einen "Ja das ist klar!" oder eben auch einen "Häää?" Blick zu erhaschen um dann schnell weiterzumachen oder eben das gleiche nochmal zu erklären. Das dumme ist nur, dass die meisten Mathematiker genau wie ich sehr introvertierte Menschen sind. Eine völlige Ausnahmeerscheinung einer meiner Dozenten der sich mehr als nur darum bemüht die emotionale Reflexion seines Bemühens herauszufordern. Eigentlich sehen die Dozenten gar nicht mehr so wie die verschlossenen, einsamen Genies aus - liegt das daran, dass der Weg zu solchen Positionen ein Selektionsprozess ist, der die Weltgewandten durchlässt, die abgewandten für immer ins Kämmerchen versetzt? Oder vielleicht doch viel mehr, das wir uns doch eigentlich alle genauso entwickeln können. Fehlendes soziales Verhalten, keine integrativen Ambitionen verschüchterter Freaks sind doch nicht Ausdruck der prinzipiellen Unfähigkeit, sondern nur des Mangels an Erfahrungen und Sicherheit. Das entwickeln analytischer Fähigkeiten ist nur der Ausdruck der Suche nach eigener Legitimation und mangelnder Alternative - so ähnlich hab ich das mal gelesen. Vielleicht eine Schutzbehauptung derer, die es nie zu einem analytischen Denken bringen werden und uns als "Freaks" klassifizieren, die aus Langeweile nichts anderes geschafft haben. Vielleicht wurde der Fermat´sche Satz oder der Vierfarbensatz aus Langeweile bewiesen. Vielleicht lernen die Leute aus Langeweile Dinge die offensichtlich von nichts anderem als zu geistiger Schönheit von Nutzen ist. Vielleicht bedeutet Langeweile in diesem Sinne ja einfach nur die Beschäftigung mit dem, was unsere Intellktualität ausmacht, dieses 1% Unterschied in der DNA Sequenz zwischen Menschen und Schimpansen, das Denken eben.
Vielleicht klingt das arrogant. Diese Art und Weise arrogant, wie dieser Karierte-Hemden-Träger der gerade vorrechnet vor uns steht und monotonst erklärt "Wir fangen direkt mit dem Einsetzen an" und tafelfüllende Formeln hinpinselt? OMG, nein so mein ich das nicht. Aber man sieht doch immer nur aus seiner eigenen Warte auf die Welt um einen herum... dann will ich lieber eines dieser zweifelnden Kinder sein, die beim Einschlafen mit Tränen in den Augen sich fragen, was sie falsch machten, warum die, die sie begehrten nie ihre wurden, warum sie so alleine sind.
Denn da ist immer noch mehr Ästethik dahinter, wie in diesen Textzeilen, die ich gerade höre
"Der Schnee tanzt um die Flamme
Ihr Glanz ist trüe
Sie birgt keine Wärme mehr in sich
Mein Körper vom Eis besiegt"
(Lacrimosa, Flamme im Wind)
Tired.
Ich geh schlafen.

11.11.07 01:42


snow

"Snow is falling down on this glorious land,
colors fading, turning into white again...
" (Glory to the Brave, Hammerfall)
Ich liebe dieses Lied und ich liebe diese Jahreszeit. Schnee fällt über das Land, und bedeckt alles in reinem Weiß, lässt verblassen was darunter war. Abschied von dem, was unsere Augen darunter sahen.
"To fallen heroes angels sting, they cry their winter tears
endless mourning days will turn to years
So this is goodbye, I take leave of you and
spread your wings and you will fly away now, fly away now
"
Dieses Lied ist ein trauriges Lied, trägt den Pathos des Abschieds, des Verlustes in sich. Doch fliegen wir fort, weit weg, können wir endlich vergessen was vor uns war. Das Leben, dass mich bis zu diesem Zeitpunkt begleitete.
Wie gestern abend, wach im Bett liegend, unfähig zu denken, nur zu sehen, was in meinem Leben vorbeigezogen ist. Mir entglitten, ich nicht gewachsen war. Dies will ich weit zurücklassen, ein Abschied in Gedanken. Ein Vergessen, über das hinzuwegkommen, was ich falsch machte.
Wenn ich den ganzen Tag aufrecht durch diese Welt laufe - versuche keine falsche Bescheidenheit, keine falsche Schüchternheit mehr zu zeigen und zufrieden ich vom Tanzkurs zurückkehre. Ein Lächeln gewonnen, ein harmonieren zu Musik, ein gemeinsames Lachen. Aber nachts, da kehren sie zurück, die Schatten der Vergangenheit... sie kommen mich zu holen, näher immer näher,... (frei nach Lacrimosa)

Eigentlich will ich doch einfach nur glücklich sein.
 

15.11.07 23:47


hate this game

Ich hasse dieses Spiel. Ich habe es ja doch nie wirklich verstanden. Was sie Leben nennen, was sie den Spaß darin nennen und wie es so einfach aussieht. Erste Vorlesung, die beste Veranstaltung die ich besuche, danach auf direktem Weg in die Mensa. 25min anstehen um dann in 10min frittiertes fettiges Zeugs zu essen? Nope... gar nichts essen. Ein Mini-Müsli gab´s zum Frühstück schon, dass muss irgendwie reichen. Karten spielen, zufälligerweise sind wir zu viert, eine halbe Stunde, genau die Zeit bis es mich langweilen würde. Gut. Nur bin ich nicht gut, ich spiel ja so wenig. 45min später, nichts gegessen, nächste Vorlesung - mit die beste beim gleichen Dozent, auf dem Weg dahin eine mitgebrachte Banane gefuttert, das halte ich für gesünder als alles was man in dieser Mensa so erwerben könnte. Nice - einfach interessant. Auch wenn es keiner glaubt, aber sowas macht Spaß wirklich. Danach Ü-Blatt mit einem zusammen, wir kommen ganz durch, in perfekter Kooperation, schnell wie selten. Bis hier hin supi.

Die übliche Planung wäre gewesen eine Stunde ausruhen - lesen, irgendwas machen. Nur dass ich in einer Stunde Nachhilfe hatte, und direkt danach mich mit welchen am Weihnachtsmarkt treffe. Ok. Also keine Ruhe, einkaufen gehen, danach ist keine Zeit. Gestresst. Ja, es stresst wenn einfach keine freie Minute bleibt. Nachhilfe dann ganz easy aber noch weniger Zeit danach. Weihnachtsmarkt - was für eine schreckliche Menschenansammlung. Mitten im Gewühl - terrible. Okay, danach in eine Bar. Resümee - es ist nichts wie es einmal war. Es ist nichts besonderes, die Clique ist nicht die, die sie einmal war, und ich gehöre da nicht so dazu wie es einmal war. Kann ich doch gar nicht, will ich vielleicht doch gar nicht. Ein Spiel, so zu tun, als könne man es, verstehe es.

Das beste Leben ist doch einfach nur genug sinnvolles zu tun zu haben. Sei dein eigener Meister, was auch immer sie auch sagen, in deiner eigenen Welt, daheim... aber das ist ein einsames Leben.  Aber wenigstens mit nicht so vielen Fallen in die man laufen kann, und Wänden die die Sicht beschränken...

27.11.07 00:46





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