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swimming into live

swimming - ist das die treffende Bezeichnung für meinen mehr oder weniger immergleichen Zustand in diesem Leben auf dieser Welt? Passend dazu, wie ich gestern, in strömenden Regen joggen war. Dann ist die Welt so leer, verlassen, weil sie durch das Hereinbrechen der Natur zu ungemütlich für die heutigen Menschen geworden ist, die die Segnungen der Zivilisation zu den Bedinungen für ihr tägliches Leben gemacht haben. Fahrzeuge, Busse, Straßenbahnen, ich nutze nichts davon hier. Bei strömenden Regen fahre ich Fahrrad, Hauptsache nicht in einen dieser Busse hinein. Näher an der Natur, wo wir entstammen, worin wir Leben. Okay, natürlich sind wir weiter heutzutage, als jemand der Technik später beruflich betreiben wird und durch die Notwendigkeit des Internets von ihr abhängig ist, sollte ich dies nicht verkennen. "Wir leben technisch, der Mensch als Beherrscher der Natur, der Mensch als Ingenieur, und wer dagegen redet, der soll auch keine Brücke benutzen, die nicht die Natur gebaut hat" so schrieb Max Frisch in der Figur des Homo Faber, und ich stimme doch vollkommen überein. Aber ich werde die Brücken nicht nehmen, die nur dazu gebaut sind, meine Sicht auf den Reichtum, über den sie führen, zu verschleiern. Die Sicht in diese Nacht hinein, selbst wenn nicht sternenklar, so doch durch das Spiel ihrer Wolken, ihre Stille und Ruhe, in ihr werd ich immer wieder schöpfen. Aus den tiefen dieser Welt, da lauert die Kunst derer, die im Lichte die Welt nicht verstehen noch verstanden werden.
Sollte ich noch ein wenig näher aus meinem Leben erzählen - die letzten Tage? Es ist nicht viel besonderes. Ein Mädchen getroffen, die ich auf einer Party kennenlernte - wir nennen sie S, und redefinieren dies sozusagen hier - sie ist nicht die, von der hier shcon die Rede war, und von letzterer wird auch keine weitere Rede sein. Meine Chancen waren von Anfang an sehr überschaubar und ganz egal ob da mehr drauß wird - es war ein sehr netter Abend. Ein Schritt mehr mich hinein in diese Welt zu bewegen. Ich laufe nicht darin, laufen ist so zielsicher, so schnell wendig. Ich schwimme darin. Aber ich bleibe über Wasser.
Gerade lief schon wieder einmal Satura. Jetzt nicht.
"Es hat der Liebe Herrgott nicht bedacht
Dass Schönheit relativ
Und nicht in sieben Tagen wird gemacht
Und darum bin ich Medicus
Der Dein Verlangen stillt
" (Tanzwut)
Ewige Jugend - ein schon ewig bestehendes Motiv der unerfüllbaren Wünsche von uns Erdenwesen. Die wir alle Intelligenz besaßen, die Welt zu Nacht und Tag zu erobern und unser zu nennen, dennoch nicht den Vögeln gleichgezogen sind, dem Alter unterworfen und zu den Vasallen unserer Technik geworden sind.
Bin ich philosphisch heute... liegt das an dem Cocktail und dem Bierchen? Gute Nacht!

5.7.07 00:40


one day left

Mein Zeitmanagement ist einfach unmöglich - oder es gibt es einfach nicht. Ich finde auch alles andere, was man tun könnte, um nicht für die Klausur am Mittwoch zu lernen. Wahrscheinlich wird die rechenlastig, also sollte man das üben... *unwillig* Okay ich könnte mir die Beweise ein bisschen mehr anschauen - ja das hab ich doch auch morgen vor, einen ganzen Tag Zeit also... wenigstens dürfen wir das Buch zur Vorlesung benutzen, wo eigentlich alles drinsteht, also nur eine Frage der Zeit bis man auch alles raushat - ja wenn die Zeit dann genug ist. Naja und einiges hab ich ja heute auch gemacht. Gewissen minimal beruhigt.
Aber ich kann nur Energie für Dinge freisetzen die einen begeistern. Die Erwartung, das alles, oder sagen wir - das meiste, was in Studium und Beruf auf einen an Aufgaben zukommt, einen begeistert, ist wohl etwas zu hoch gegriffen. Letztlich muss es zumindest ingesamt positiv sein - mehr daraus schöpfen zu können um dann wieder davon zehren zu können. Erkenntnisse bringen, tiefere Einblicke schaffen, Zusammenhänge die Horizonte erweitern - dann geben die Dinge auf einmal Sinn, einen Sinn den sie an sich gar nicht hätten, der sich erst in einem erschließt, in dem man das Neue mit Bekannten in Verbindung setzt. Nichts anderes ist schließlich auch jede Art von Kreativität - bekanntes zu neuem kombinieren, und doch auf einmal ist es ganz etwas anderes als zuvor. Haben die Dinge, die wir lernen, einen Sinn an sich? Hat Wissenschaft an sich einen Sinn? Ginge es nur darum, das Wissen der Menschheit zu mehren, wäre die Wissenschaft ein dünnes Feld weniger Idealisten. Das größte Interesse dürfte die eigene Neugier sein - vielleicht auch die Gier zu Profit und Ruhm durch seine Erkenntnisse zu gelangen. Wenn wieder diese netten Fragen kommen "Wie kann man sowas studieren?" Nein die Dinge haben keinen Sinn... erst in uns da erfalten sie ihren Sinn.

Und wieder "Beyond the sunset", das zweite Mal diesen Abend. Was macht diese Melodie nur so wunderschön? Kein Gesang, keine mystischen Klangwelten der Art wie z.B. von Dargaard. Aber einfach wunderschön. Ich sollte langsam ins Bett gehen... ich habe da auch eine ganz gute Bettlektüre ^. Aber ernsthaft - so richtig anstrengende Inhalte machen so richtig müde...

10.7.07 01:22


the way before eternity

Die letzte Klausur - eben jene, über die ich schrieb - eine Katastrophe. Wir haben uns alle geärgert, alle, die nicht in dem Mathematik widererkennen, in dem was uns an wirklichen Rechenaufgaben gestellt wurde. Das waren im Grunde genommen keine schwierigen Inhalte, nur durch beliebig komplex gemacht. Erkenntnisloses Herumrechnen. Vielleicht habe ich sogar bestanden, es ging niemandem gut in so einer Klausur, der Notenschlüssel entsprechend niedrig angesetzt. Aber unabhängig davon - das war nicht gut.

Morgen Nachmittag die nächste Klausur - das muss klappen. Aber das sieht auch besser aus. Ich habe was gemacht - genug in Relation dazu, was ich sonst so mache. Immerhin eines jener Fächer, das einen oft genug damit bereichert, Erkentnisse erlangt zu haben. Das Gefühl emergenten Zusammenwachsens von Kenntnissen, Wissen - dem eigenartigen Leben, das sich hinter Formeln versteckt. In diesen Zeichen lauern Welten, Welten die viele nicht sehen könne. Die denen vorbehalten bleiben, die willens sind, sich ihnen zu nähern, die Mauer des Formalismus zu durchbrechen und andere Formen der Schönheit zu sehen. Ich will keinesfalls die Schönheit leugnen, mit der so manche Wesen diese Welt bereichern, ihre Umgebung in dem Glanz körperlicher Vollendung erhellen, Wesenzügen die zu bewundern wir nur können - doch diese Schönheit ist außerhalb aller Kategorien, diese Welt geschaffen hat. Hier, da haben Meschen Welten geschaffen, die man von außen nicht sehen kann. Ein Teufelswerk, vielleicht, denn es eine Welt die sich auf nichts materiellem gründet, geistige Schönheit allein. Das war mal die Idee, mit der die Philosophen die Bildung anpriesen - Veredelung des Menschgeschlechtes. Nein, nein, ich bin nicht edler geworden dadurch. Soviel nehme ich mir nicht heraus. Ich erschaffe nur Welten, die nichts materielles an sich haben, das sei mephistophelisch genug.

Jetzt noch auf einer kleinen netten Geburstagsparty gewesen. Morgen nachmittag dann Klausur - zumindest ausschlafen zuvor. Insofern erstmal alles okay. Erstmal. Bald sind die Ferien, eine weite lange Zeit, bisher gefüllt mit nichts. Ich gleite hinein, in die Freiheit ohne jeden Plan. M geht weit, weit weg. Ja mein bester Kumpel, sozusagen. Manchmal war ich froh meine Tage komplett für mich zu haben. Aber insgesamt ist viel besser eine feste Bezugsperon in der näheren realen Umgebung zu haben. M wird mir fehlen. Ja, wirklich. Anderseits kann ich mal schauen wir selbstständig ich so geworden bin. Nicht so viel, glaube ich. Im Moment sieht es nach einem Eintauchen in die Ewigkeit aus
"Ewigkeit ist
Langeweile auf Dauer.
Ein trostloser Kreislauf,
Kein Anfang, kein Schluß.
Denn stets wiederholt
Sich dasselbe von vorne.
Kein Jubel, kein Entsetzen,
Nur die öde,
Blöde
Ewigkeit.
" (Tanz der Vampire)

19.7.07 00:52


live just for moments

Ich kann wirklich nicht so viel mich beschweren was Uni angeht. Diese eine Klausur war auch die einzige die nicht geklappt hat. Eine davor, und zwei danach - die wir nun alle schon heraus haben - waren wirklich allen Ansprüchen gemäß die ich habe... also soweit läuft das. In dem einen Fach die Nachklausur, jetzt weiß ich wohl auch eher wie ich mich darauf vorbereiten sollte.

Man gleitet hinunter ohne zu wissen wohin, wird von der linken zur rechten Wand geworfen, mit geschlossenen Augen ins überfüllte Auffangbecken und versucht irgendwo wieder auftauchen... was ist das? Die Beschreibung einer der Rutschen in Erding. Heute, den Tag über gewesen - ja das war gut. Einzelne Momente, verloren im Kampf in den Rutschen. Nichts anderes als Action. Unterhaltung, Wille, die Gier zu kämpfen. Unvergleichbar mit dem was man sonst an Rutschen kennt. Einfach richtig gut.

Noch vorhin in der Disco gewesen... ein schöner Ausklang eines schönen Tages. Die, die unten stehen und immer wieder neugierige Blicke in die Welt über sich werfen, die wissen auch weit mehr zu schätzen, was sie dort erleben dürfen. Erleben, nicht auf jenem Level wie es die können, die mitten im Strom der Zeit und des Lebens schwimmen, aber immerhin den Wert der einzelnen Momente zu schätzen wissend.

Man bringt auch Opfer dafür, seltene Begabungen zu seinen zu zählen, dort an der Spitze zu stehen wo andere mühsam sich über Wasser halten. Vielleicht ist das alles sowas wie ein fairer Ausgleich. Ich habe immer an soetwas geglaubt, dass die Summe der Fähigkeiten eines Menschen sowas wie eine Konstante ist. Auch wenn das wie Poesie klingen mag und das von jemand der das Leben in der Leistungsgesellschafts nicht als die schlechteste der denkbaren Möglichkeiten betrachtet... Meine Welten fangen dort in den TIefen an, wo andere nie hintauchen werden. Willlllkommmen im wahren Meer.

 Gute Nacht...

27.7.07 03:33





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