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Der Vorabend zum Tag X

Die Idee zu diesem Vorhaben, sie kam so spontan wie viele meiner Ideen. Manchmal glaubt man einfach, jetzt, dass ist der Moment, in dem man anfangen muss etwas zu ändern. Weil es so nicht weitergehen kann, nicht weitergehen darf.

Dieses Vorhaben besteht daraus, dass sich etwas ändern wird - dass ich mich ändern werde. Mein Leben sah so gut aus, zeitweise. Viel, viel besser als zu Anfang meines Studiums. Ich hatte mir zeitweise viel vorgenommen, und ich habe das geschafft - und immer geglaubt die Anforderungen rauben meine Kreativität und mir fehlt die Ruhe dazu mich zu entfalten. Jetzt habe ich auch das geschafft - ich habe Zeit, viel Zeit, denn ich habe mir nicht viel vorgenommen im Moment. Also sollte ich jetzt glücklich mit meiner freien Zeit umgehen, mich orientieren, dahin wo ich will, wo ich einmal sein will. Nein. Ich orientiere mich gerade nirgendswohin. Ich lebe die Tage wie sie kommen, ich komme mit den Anforderungen des Lebens klar, aber sie stellen mich kein Stück zufrieden, und glücklich bin ich schon gar nicht.

Ich verbringe zuviel Zeit allein. Ich weiß nicht wohin ich will, wofür das alles und lasse mich von dem Lauf der Dinge um mich leiten. Die Lust danach mich zu entwickeln und zu entfalten, sie ist verschwunden. Also verschlafe und verschwende ich viel zu viel Zeit. Vertreibe meine Einsamkeit damit, mich sinnlos abzulenken. Erkläre mir meine Situation mit der eines stillen Genies, dass ich einmal sein wollte.

Es ist nun an der Zeit, vergangenes abzuwerfen und einiges zu ändern. Ich habe mich immer geweigert Tage zu planen, tägliche Rituale einzuhalten und Vorhaben mit Deadlines festzusetzen. Das ist doch gegen alle Spontanität und Flexibilität die mich ausmacht! Doch jetzt geht es nicht mehr anders. Ich habe viel zu viel Zeit, wertvolle Zeit, die ich nutzen kann, etwas zu ändern und zu neuen Einsichten zu gelangen. Also werde ich von nun meine Tage planen.

Wenn mein Leben sich ändern soll, so muss ich den Mut haben, Vergangenes zu revidieren. Erstmal werde ich den Vegetarismus aufgeben - ich glaube das hat gar nichts gebracht außer heute in der Mensa an der vegetarischen Theke geradezu grauenhaft schmeckende Nudeln mit Meerrettich Füllung gegessen zu haben. Ich werde weiterhin nicht viel Fleisch essen - aber Schluss mit sinnlosen Restriktionen. Weiterhin werde ich morgen meine erste Packung Zigarren kaufen - etwas wie das Rauchen zu dogmatisieren ist genauso sinnlos - ohne dabei zu einem regelmäßigen Raucher werden zu wollen.

Meine Frisur wird sich ändern - was wohl die einfachste und naheliegendste Möglichkeit ist, sich äußerlich zu verändern. Als nächsten gilt es Struktur in meine Wohnung zu bringen - mal wieder ordentlich saubermachen, umordnen, aufräumen. Ich werde jeden Tag Sport treiben - entweder Tennis, Tischtennis oder Joggen. Jeden Tag etwas für meinen Körper tun und sich besser fühlen danach. Und auch wenn ich Muskelkater habe, dass ich mich kaum bewegen kann - ich werde mich bewegen. Jeden Tag Leute treffen - ich muss mein soziales Umfeld erweitern, ich kann mich nicht auf Tage freuen, die ich vollkommen unabhängig und frei gestalten kann weil ich ganz allein bin - sie bringen mir nichts, sie entfremden mich von der Welt.

So, dass reicht für das erste, so genau muss ich mir über meine weiteren Ziele erst im Klaren werden. Auf jeden Fall wird nun hier jeder Eintrag mit einem Plan enden, was ich mir für den nächsten Tag vornehme - und am nächsten Tag folgt der Eintrag ob ich etwas davon nicht geschafft habe und warum. Ich muss ehrlich sein zu mir selbst, und mir darüber im klaren sein, was ich will und wie ich es umsetze.

Für heute, Freitag - also nach dem Schlafen:

- Uni bis 14h
- Einkaufen (+Zigarren)
- zum Friseur gehen
- Joggen gehen
- Bierstube

Bis morgen - den komme ich aus letzterer zurück, ist wohl wieder Mitternacht vorrüber...

11.5.07 01:36


Succeeded

Der Tag began damit, dass ich mit (subjektiv) zu wenig Schlaf vom Wecker hochgeklingelt wurde. Die erste Überlegung - weiterschlafen, erste Vorlesung sein lassen? Nein, auf keinen Fall! Ich hatte mir vorgenomme, in die Uni zu gehen, also werde ich das nun auch tun! Unter die Dusche, Kaffee machen... pünktlich in die Vorlesung! Die erste Vorlesung war immerhin ganz interessant. Die zweite umso weniger, wir gingen nach einer halben Stunde raus zum Kartenspielen - ja ich spiele Karten mittlerweile.

Ich hatte Kartenspielen immer mit sinnlosen Zeitvertreib verbunden und wollte nie Schafkopf lernen. Doch mittlerweile können es fast alle aus unserer Uni-Gruppe - so gesehen hab ich der Masse nachgegeben. Aber Kartenspielen hat durchaus etwas geselliges, eine Form inhaltsloser Kommunikation, die nach relativ einfachen Regeln abläuft. Ein sinnvollerer Zeitvertreib, als würde jeder auf seinem Handy ein Spielchen machen.

Nach der Uni, ich habe mich recht schnell entschieden, hinaus ins Grüne zu ziehen, es war windig und etwas bewölkt, dennoch kam die Sonne zeitweise durch. Ich habe in "Resturlaub" gelesen, ein Buch, dass mich durchaus mit auf den Entschluss gebracht hat etwas ändern zu können. Dann eine Packung Zigarillos in einem kleinen Laden an der Straße gekauft - vorhin in der Bierstube einen geraucht, schmeckten nicht besonders. Ich fange nicht wirklich zum Rauchen an - höchstens Selenst-Gelegenheits-Raucher.

Dann auf zum Friseuer, blonde Strähnen rein - das ganze ist mehr als gedacht blond geworden, aber ich finde es sieht ganz gut aus. Trotz des unsicheren Wetters Joggen gegangen, ein Mädchen im Gang getroffen, die gerade davon zurück kam. Natürlich, eine Möglichkeit sie anzusprechen, mit Gemeinsamkeiten beginnt es immer. Nicht gleich weitergegangen, ein paar Takte geredet, wo sie joggen war, mit wem, nichts besonderes. Dann natürlich, muss die Möglichkeit folgen, sich wieder zu sehen - wir könnten auch einmal joggen gehen, meine ich. Folgte der fragende Blick "Hä was will der?" oder bilde ich mir das ein? Nun gut, ich habe ihre Zimmernr., ich konnte ihr Alter schwer schätzen, doch habe sie im StudiVZ gefunden - 5 Jahre älter. Egal, einfach mal joggen gehen könnten wir wirklich. Ich habe es geschafft ein kurzes Gespräch aufzubauen, das zählt.

Natürlich, ich will jetzt mehr Leute kennenlernen. Meiner Vereinsamung entgegenwirken. Noch ein wenig gearbeitet, gegessen (vorerst vegetarische Pizza-Baguettes - das über Bord zu werfen, da brauche ich noch den wirklich richtigen Zeitpunkt). Dann auf in die Bierstube, mich mit  S verabredet, einer mit der ich öfter einfach so dorthin gehe - eventuell würde auch N kommen, die ich vor ein paar Tagen kennengelernt habe, die mich zumindest interessieren würde. Dann mich nett mit S unterhalten, bis tatsächlich eine Stunde später N kam. Resümee - ich glaube ich nerve sie einfach nur. Egal, nicht schlimm, allein dadurch, dass ich schon einmal am Stammtisch von N´s Kumpels saß, habe ich nun einige neue Leute kennengelernt. Und ich lerne jetzt mehr Leute kennen, ich bin auf N nicht angewiesen. Also, lass ich es gut sein damit! Immerhin habe ich alles geschafft, was ich mir vorgenommen habe!

So ich bin müde und will ins Bett... aber ich sollte noch dem morgigen Tag etwas Struktur verpassen - 7 Stunden Schlaf, das ist völlig ausreichend, also bis etwa halb zehn. Dann ist die große Zimmerputz Aktion angesagt. Danach eine Belohnung - raus ins Grüne mit einem guten Buch. Dann später steht Volleyball auf dem Tutorenprogramm des Wohnheims - auch eine Möglichkeit zum töglichen Sport zu kommen - und natürlich Leute kennenzulernen. Den Abend? Werde ich wohl alleine verbringen außer... es ergibt sich etwas. Unwahrscheinlich. Achja irgendwo muss genug Zeit sein, die Menge eines Übungsblattes an Hausaufgaben für die Uni zu schaffen - das wird möglich sein.

So, jetzt geht es ins Bett... 

12.5.07 02:23


alone

Ich schreibe jetzt tagsüber - ich denke im Moment ist die Fähigkeit meine Gedanken einigermaßen zu fokussieren schon eher da, als wenn ich eigentlich schon schlafen will. Zusammenfassung des Tages: NEIN, so geht das ja alles nicht!

Ich hätte gut und gerne heute morgen ewig weiterschlafen können. Mir taten die Füße weh vom Joggen am Vortag, ich war müde... trotz Müdigkeit um halb elf aufgestanden. Wohnung putzen, natürlich, dass hatte ich mir vorgenommen - nebenbei gesagt, es war notwenig. Überall waren die Staubflusen und Brotbrösel, die kleine Küche sah wirklich nicht mehr so gut aus... nach zwei Stunden hatte ich genug davon. Genug, dass das Bad erstmal verschoben ist. Dann rausgehen, ins Grüne und lesen? Nein, nicht schon wieder. Ich kam auf eine andere Idee - eine neue Uni-Tasche kaufen. Meine jetzige hat mal 5€ im Supermarkt gekostet und began sich aufzulößen - und das bei der Uni Tasche! In dem Sinn, das ich die den halben Unitag mit mir herumtrage und das ganze Mathezeugs darin ist, ist sie ja eigentlich schon sowas wie eine Vorform der Form des Inhalts (bin ich verrückt?). Ich erinnere mich an Latein (eigentlich ein Trauma...) wo es darum ging warum soetwas rein funktionales wie ein Kampfdolch so reich verziert wurde. Der Lehrer erklärte, der Dolch, etwas was man immer mit sich trug, war ein Teil des "Arbeitsplatzes" eines Soldaten - denn man sich eben so schön wie möglich einrichtete, genau wie man Pflanzen im Büro aufstellt...

Okay das war also die Entscheidung, ich brauchte eine neue Tasche. Wenige Zeit später stand ich dann im Karstadt - oh nein. Es war nicht gerade Regenwetter, aber auch sicher kein Wette um draußen zu liegen, und es war Samstag nachmittag. Es war schlicht und einfach die ideale Shopping-Gelegenheit. Es war grauenvoll - Menschenmassen um mich herum, die sich mit vollen Tüten durch die Fußgängerzone drückten, und wie kann es anders sein natürlich fallen einem die glücklichen Pärchen auf... doch es war beschlossen, ich kehre nicht ohne neue Tasche zurück! Doch überall entweder Eastpak oder sowas wie ich jetzt habe zum Preis von 20€... ich will kein Eastpak! Das ist schrecklicher Mainstream, erinnert mich an meine Schulzeit zurück und ist überhaupt was für Tennies! Bin ich kindisch? Meinetwegen, also zog ich solange weiter bis ich eine Tasche für weniger als 50€ bekomme, wo nicht Eastpak draufsteht. Dann endlich - in einem Jack-Wolfskin laden steht eine, die mir gefällt und gerade noch ins Preislimit passt - ein Outdoor Ausrüster, ein passenderes Image als Eastpak Blick auf die Uhr - es ist 15h! Ich brauche 2,5h für so eine dumme Tasche! Doch, sage ich mir, das war jetzt wert.

Ich komme heim und gehe nicht mehr raus. Ich will schließlich um 17h zum Wohnheim-Volleyball und lese einfach nur etwas in "Resturlaub". Dann die komplette Enttäuschung - kein Mensch auf dem Platz zu sehen. Ich schaue alle 5min noch dreimal hin - nothing. Dann wird mir bewusst wie einsam ich bin. Ein Kumpel, M, ruft an, es geht um ein Programm das ich für ihn geschrieben hab. Schön, immerhin dafür braucht man mich. M gehört zu meinen besseren Kumpels, aber ich habe keine Lust ihn heute zu sehen... verspreche das ich das Programm bald so ändere wie er es braucht. Ich hab doch sowieso zu wenig zu tun.

Joggen gehen, früher oder später, ich muss doch sowieso. Schön wenn man einmal keine Wahl hat. Genau dewegen macht Tchibo und Aldi ja soviel Umsatz - weil die Leute mit der Auswahl, die sie in Nordic-Walking-Geschäften hätten, völlig überfordert wären. Also kaufen sie Nordic-Walking-Stöcke und Nordic-Walking-Stock-Dämpfungen bei Aldi. Da gibts die nämlich nur von einem einzigen Hersteller. Und auch nur ein Nordic-Walking-Trainings-Buch, genau vom gleichen Verlag wie der "So wird ihr Leben ganz toll"-Berater mit 10-Tage-Erfolgsgarantie. Mich würde einmal interessieren, ob diese Leute eigentlich glauben, was sie schreiben oder ob das gnadenlose Zyniker sind. Ich glaube das sind Künstler. Den Verblendung ist eine Kunst. Achja beim Aldi gibts auch Johanneskraut, ein traditionell "antidepressiv wirkendes" Medikament. Auf der Packung steht "Wirkungsweise beruht auf Überlieferung". Schön. Ich gehe nachher joggen, und das wirkt besser als echte Antidepressiva, hab ich in seriösen Zeitungen gelesen. In denen auch drinsteht, dass Vitaminpräperate eher krank machen als das sie der Körper bräuchte - weil man sich in diesen Regionen kaum anders ernähern kann, als das man genau die Nährstoffe bekommt, die man braucht.

Wo war ich? Joggen gehen? War ich gerade. Immer wieder gehen dazwischen, ich war doch erst gestern und mir tun die Füße weh... Es wirkt, mir geht es besser als vorher. Und ich werde die nächsten Tage immer wieder gehen, es sei denn ich habe irgendeinen anderen Sport gemacht. Ich muss mir neue Wege suchen, Wiederholung ist das grauenvollste.

Aber ich beginne mich zu lösen, von dem was ich mir selbst auferlegt habe. Ich habe heute ein Pizzastück Salami gegessen. Erst Karten spielen, Rauchen, jetzt wieder Fleisch essen... Schön wie frei ich bin. Okay dafür jetzt jeden Tag joggen und natürlich bloggen.

Und jetzt? Warten, bis es dunkel wird. Nacht, komme über mich und über diese Stadt. Ich habe meinen Tagesplan halbwegs hinbekommen. Für die Uni nichts gemacht - egal, morgen ist Zeit. Außerdem werde ich noch programmieren, für M etwas zu machen gibt wenigstens ehrliches Feedback als in irgendeinen Uni-Briefkasten die Hausaufgaben einzuwerfen.

Morgen:
- Mama zum Muttertag beglückwünschen
- Bad putzen
- Fahrradtacho montieren
- Uni-Blätter (mehr als nur eines?)
- Joggen gehen

12.5.07 20:12


dawn of a lonesome day

Vor dem Wecker werde ich wach, nachdem die Sonne durch die offene Jalousie blendend in das Zimmer hineinscheint. Ich bin früh genug ins Bett, also kann ich auch um 8 aufstehen! Will ich nicht. Ich befürchte diesen Tag zu verbringen ohne eine einzige Person zu sehen, mit der ich mehr austausche als "Kannst du Geld für die Waschmaschine wechseln?" Ich könnte die Jalousie zumachen und bis 10 weiterdämmern. Dann würde ich festzustellen, 2 Stunden völlig sinnlos verschwendet zu haben. Also entschließe ich mich doch aufzustehen.

Nach dem Kaffee das Funktionentheorie Blatt. Es ist nicht besonders schwer, und ich bin in einer guten Stunde durch damit. Schwerer ist eine Mail an Mum. Alles Gute zum Muttertag, klar, und sonst? Ich bekomme nicht mehr als 5 Zeilen hin, versuche nett zu klingen. Ich könnte ja viel mehr über mich schreiben. Will ich nicht. Jeder Satz den ich schreibe kommentiert Daddy mit mit 10 Sätzen - und er meint es einfach nur ziemlich gut mit mir. Ich denke ich bin 90% das, was er sich vorgestellt hat - und 10% von mir wird er nie sehen. Dumm nur, dass eben darin der Großteil meines Wesens liegt.

Mittag, das Wetter ist dermaßen verdammt gut, dass ich jetzt raus muss. Und wie sehen ich heute noch eine vertraute Menschenseele? Frage Mx ob der Lust hat auf Tischtennis, natürlich nachher, wenn es kühl ist. Nee heute nicht, so viel zu tun. Ok hätte ich eigentlich auch. Ich montiere meinen neuen Fahrradtacho und fahre zum See. Nicht allzu viel los, das Wasser scheint kalt zu sein. Lese Suters "Ein perfekter Freund", ein Buch über einen Amnesie-Kranken, eines dieser Bücher, wo man froh darüber ist, dass man ein funktionierendes Gedächtnis hat. (wobei: ist man das immer? Wenn ich an Erinnerung (Lacrimosa) denke?) Smse K an, die einzige die mir noch einfällt die gerade in der Gegend ist, dass ich am See bin. Nach einiger Zeit "Komme vielleicht auch."

Mit K quatschen, das wäre doch was. Sie kommt tatsächlich. Wir gehen sogar ins Wasser, auch wenn es kalt ist. Als es zu kühl wird um in der Sonne zu liegen, ist es 19h20 - ich war also etwa 5h am See - und nicht alleine. Ich war nicht joggen. Aber dafür bin ich 14km Fahrrad gefahren und etwa so 500m geschwommen. Das sollte ein passender Ersatz sein. Ich muss noch Wäsche waschen! Aus dem Bad putzen Plan wird nichts... wann anders.

M ruft an, wieder ein kleiner Fehler Fehler im Programm, schnell ausgebessert, zugeschickt. Dann erfahren, dass ich morgen mit den anderen mit ins Alpamare gehe, was nie so ganz sicher war wegen begrenzten Fahrtmöglichkeiten - yes :-) 

Zwei Blätter noch nicht gemacht, wegen des Feiertages ist der Abgabetermin auf Mittwoch vorgezogen, morgen fällt jetzt weg ^ es bleibt also nur noch Dienstag. Egal, das sollte eigentlich kein Problem sein. Insofern bin ich zufrieden mit dem, wenn auch etwas abgeänderten Tagesplan. Heute den Eltern noch schreiben... diesmal ein paar Zeilen mehr.

Puh es ist Sommer - bei offener Balkontür 24° Innentemperatur, der Ventilator ist an, das Licht aus bis auf den TFT und eine 20W Lampe. Dazu Lacrimosa - Vermächtnis der Sonne. Diese Musik ist nur bei Dunkelheit schön.

Morgen:
- Alpamare (7h aufstehen; 100x Rutsche rauf/runter zählt als Sport)

13.5.07 22:44


a day in water

Heute morgen, irgendwann um halb fünf - ich wache mit Halsschmerzen auf. Oh no - welch grandioos intelligente Idee von mir in diesem kalten Wasser im See nochmal hin- und herzuschwimmen. Heute, wo es ins Alpamare geht! Bonbons lutschen, etwas noch weiterschlafen. Irgendwann 6h40 stehe ich auf - warmen Tee mit Honig, Bonbons... kurzes Resümee - eigentlich bin ich krank. Aber ich bin doch sonst fit! Nach dem zweiten Tee gehts schon etwas besser. Ich überlege kurz - hierbleiben würde heißen, ich bringe die Zeit bis zur ersten Vorlesung Mittags irgendwie rum, und denke die ganze Zeit dran, dass die anderen sich gerade auf den Rutschen vergnügen. Ob es mir da auch nur ansatzweise besser gehen würde?

Entschluss gefasst, ich fahr mit. Die Halsschmerzen verschwinden tatsächlich, natürlich bin ich verschnupft und so 100% fit natürlich nicht. Fit genug für die Rutschen - wäre schade gewesen nicht mitzufahren. In Ketten die Reifenrutsche... das war schon ziemlich gut. Freibecken, Dampfsauna... mir geht´s gut. Dann irgendwann nachmittags merke ich doch, dass es mir gar nicht so gut geht... mein Kopf :-o Schön, dass irgendwann einmal Aspirin erfunden wurde. Wobei ich dann statt den Rutschen doch etwas die Ruheliegen vorgezogen habe... Resümee - hat sich gelohnt und mir gehts jetzt eigentlich ganz gut. Naja wenn ich diese Nacht dasselbe Vergnügen ^ habe, dann ist wohl mal wirklich ein Schontag angesagt. Joggen ist erstmal auf die Optional-Liste gewandert.

Morgen? Alles vorbehaltlich wie gut es mir morgen so gehen wird...

- In der Früh zur Uni
- 2 Ü-Blätter
- Sport?

15.5.07 01:35


convalescence

Heute morgen, gehe ich um 8h15 in die Uni oder nicht? Mir gings nicht optimal, immer noch Schnupfen, etwas Halsweh. Ich entschließe mich zu gehen. In der Nachmittagsvorlesung macht sich dann der zuwenige Schlaf bemerkbar - hätte auf der Stelle einschlafen können. Daheim den Roman von Suter weitergelesen bis ich irgendwann darüber eingeschlafen bin. Wieder etwas Kopfweh, ich schreib ein Ü-Blatt wo ich schon das meiste auf dem Schmierblatt hatte - eines haben wir zusammen in der Uni gemacht - somit halbwegs Ziel erfüllt.

Keinen Sport gemacht - das Wetter, mein Befinden und Joggen ging heute einfach nicht zusammen. Und W zum Tischtennis zu fragen hatte ich auch keine wirkliche Lust, wollte heute nur noch ein bissl was schreiben, ansonsten Fernsehen. Feeling alone und nicht gut, werde relativ früh ins Bett gehen, morgen ist wieder früh Uni. Mir fehlt jemand hier in Reality wo man jeden Tag einfach austauscht was man so macht, an seinem Leben teilhaben lässt. Was ich jetzt tue, dass tue ich ganz für mich allein. Dafür werde ich nicht von irgendjemand anderen enttäuscht, mein Studium, was ich lese, schreibe, Sport mache oder was auch immer - wenn ich irgendetwas schaffen will, dann weil ich es selbst will.

Morgen:
- Früh in die Uni
- Ü-Blatt
- Sport wenn´s geht
- Bierstube

15.5.07 23:13


moving

Den Vormittag über wieder Kopfschmerzen, ich ahne nichts gutes für den Tag. Überlege gleich heimzufahren, aber darauf habe ich auch keine Lust. Dann am Nachmittag, mir geht´s tatsächlich besser. Gut genug zum Joggen auf jeden Fall. Wie ich die ersten Meter loslaufe, merke ich, wie ich die Bewegung brauche. Ich fühle mich fit, die Landschaft, die ich durchkreuze, ein Neubaugebiet dessen Straßen größtenteils aus Schotter bestehen, ist menschenleer. In Bewegung, weg von dem Domizil, man könnte es von außen gesehen auch für eine Flucht halten. Unwillkürlich kreisen meine Gedanken zu einem Satz, denn ich einmal in einer Einführung über ein Deathmatch Spiel gelesen habe - PC-Spiele in denen es einzig und allein das Ziel ist, alle anderen Spieler zu eliminieren, und in denen man nach dem "Tod" sofort wieder "lebt", wodurch man eigentlich nichts anderes macht als den nächsten Gegner zu erspähen und zu ballern. "A good Deathmatch Player is always moving, cause a moving Target is harder to hit than a stationary one" Das ist natürlich augenscheinlich klar. Doch was ist mit der Umkehrung, wenn wir laufen und nicht stehen bleiben, laufen wir dann von etwas davon? Eine Flucht durch das ganze Leben, nie stehenbleiben, denn der Moment des Stehenbleibens bedeutet, angreifbar zu werden. Angreifbar für sich selbst, wenn man nachdenken muss, wenn man überlegen muss in welche Richtung man weiterläuft, wenn man solchermaßen gewzungen ist, darüber zu reflektieren wie man hierher kam und wie es von hier weitergehen soll.

Ich denke, dass die Reflektion über das, was wir tun, was die Folgen unseres Tuns für die eigene Zukunft sind, die einzige Möglichkeit sind uns an dem, was wir erleben und aufnehmen auch weiterzuentwicklen. Doch gleichzeitig ist der Moment des Nichtstuns, allein des Nachdenkens, der Moment in dem man angreifbar wird - für die Zweifel an einem selbst - wozu? warum weiter? wieso hierhin? Ich könnte nicht ernsthaften behaupten, stehenzubleiben und zu sagen, ich orientiere mich neu. Die Abschottung von neuem, von unbekannten, von Input, das ist der Verfall zur Lethargie, dem Ende der Kreativität. Die Vorstellung kreativ sein zu können, ohne jeden Input, allein mit der Anhäufung der Erfahrung und des Wissens, das man bis zu einem bestimmten Zeitpunkt hat, die habe ich schon lange nicht mehr. Input, beliebig einfache Anforderungen, allein um sich eine kleine Ader der Kommunikation zur Welt zu bewahren, um sich rechtzufertigen, um nicht allein zu sein mit seinen Ansprüchen, die vielleicht viel zu hoch geworden sind.

Zu einem großen Teil will ich ja alleine sein, nur für mich alleine das verwirklichen, was ich mir an Zielen gesetzt habe. Vieles was ich tue, wird nie die Würdigkeit erfahren, die ich mir vielleicht erträumt habe. Also leben Dinge in mir weiter, die auch immer in mir bleiben werden, vielleicht in wenigen Momenten mich damit erhellen, dass sie etwas besonderes sind. Aber auch die Träume in mir, sie werden einmal vereinamen, und den Anspruch jemals in dieser Welt Fuß fassen zu können verlieren...

Genug damit. Tagesplan soweit erfüllt, für morgens ist erstmals Kreatives geplant. Vielleicht ist gerade das jenes, was ich am wenigsten planen will. Kreativ und planen, das widerspricht sich doch? Ich bin zu unstrukturiert geworden. Alleine die Überlegung - soll ich jetzt schreiben? sind meine Gedanken klar genug, dass ich später damit zufrieden bin? Muss ich irgendetwas anderes tun? Alleine das zerfrisst die Energie, die ich brauche um kreativ zu sein. Ich war sehr zufrieden zuletzt, mit meinem Roman, für den ich das Ende schong grob geplant habe, aber die Ausgestaltung noch so viel Raum lässt. Es ist einer der Träume, die allein dadurch, dass sie aufgeschrieben werden, näher an der Realität sind als andere.

Morgen:
- Wirklich mal Bad putzen
- 1,2 Seiten Roman
- Skript vom Montag ^ abschreiben
- lesen...
- Sport (Tennis?)

16.5.07 19:49


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