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snow

"Snow is falling down on this glorious land,
colors fading, turning into white again...
" (Glory to the Brave, Hammerfall)
Ich liebe dieses Lied und ich liebe diese Jahreszeit. Schnee fällt über das Land, und bedeckt alles in reinem Weiß, lässt verblassen was darunter war. Abschied von dem, was unsere Augen darunter sahen.
"To fallen heroes angels sting, they cry their winter tears
endless mourning days will turn to years
So this is goodbye, I take leave of you and
spread your wings and you will fly away now, fly away now
"
Dieses Lied ist ein trauriges Lied, trägt den Pathos des Abschieds, des Verlustes in sich. Doch fliegen wir fort, weit weg, können wir endlich vergessen was vor uns war. Das Leben, dass mich bis zu diesem Zeitpunkt begleitete.
Wie gestern abend, wach im Bett liegend, unfähig zu denken, nur zu sehen, was in meinem Leben vorbeigezogen ist. Mir entglitten, ich nicht gewachsen war. Dies will ich weit zurücklassen, ein Abschied in Gedanken. Ein Vergessen, über das hinzuwegkommen, was ich falsch machte.
Wenn ich den ganzen Tag aufrecht durch diese Welt laufe - versuche keine falsche Bescheidenheit, keine falsche Schüchternheit mehr zu zeigen und zufrieden ich vom Tanzkurs zurückkehre. Ein Lächeln gewonnen, ein harmonieren zu Musik, ein gemeinsames Lachen. Aber nachts, da kehren sie zurück, die Schatten der Vergangenheit... sie kommen mich zu holen, näher immer näher,... (frei nach Lacrimosa)

Eigentlich will ich doch einfach nur glücklich sein.
 

15.11.07 23:47


tired

Müde, nach zwei Vorlesungen, selbst gehaltener Übung und noch in der Bib mit anderen Aufgaben gemacht - daheim, ein Zustand, in dem man gerne eine Stunde schlafen könnte um dann abends wieder etwas fit zu sein. Nein, du hast natürlich auch noch Nachhilfe ausgemacht, jetzt dann, fällt mir ein. Nichts mit schlafen, stattdessen eine Tasse kurz ziehenden schwarzen Tee (was effektiver als das viel zu schnell verpuffende Koffein im Kaffee ist...) gemacht. Irgendwas ablenkendes bis dahin machen, mit solchen kurzen Zeitintervallen lässt sich nicht viel sinnvolles anfangen. Dann vergehen 1.5h bis man die Aufgabe so erklärt hat, dass ich das Verständnis meiner Gegenüber für das Thema zu verspüren glaube. Danach ein "Hey ich verstehe es... es geht voran!" Das war es wert, allein das. Unabhängig davon das die optisch sehr ansehnliche Mathe-Geplagte in einer kurzen Nebenbemerkung beim verabschieden auf den Status ihrer Vergebenheit anspielt, erfährt man von solchen Leuten gerne Anerkennung. Weiß mehr von dem Sinn dieser didaktischen Bemühungen als wenn man vor 20 Leuten steht und wenigstens darauf hofft man einen "Ja das ist klar!" oder eben auch einen "Häää?" Blick zu erhaschen um dann schnell weiterzumachen oder eben das gleiche nochmal zu erklären. Das dumme ist nur, dass die meisten Mathematiker genau wie ich sehr introvertierte Menschen sind. Eine völlige Ausnahmeerscheinung einer meiner Dozenten der sich mehr als nur darum bemüht die emotionale Reflexion seines Bemühens herauszufordern. Eigentlich sehen die Dozenten gar nicht mehr so wie die verschlossenen, einsamen Genies aus - liegt das daran, dass der Weg zu solchen Positionen ein Selektionsprozess ist, der die Weltgewandten durchlässt, die abgewandten für immer ins Kämmerchen versetzt? Oder vielleicht doch viel mehr, das wir uns doch eigentlich alle genauso entwickeln können. Fehlendes soziales Verhalten, keine integrativen Ambitionen verschüchterter Freaks sind doch nicht Ausdruck der prinzipiellen Unfähigkeit, sondern nur des Mangels an Erfahrungen und Sicherheit. Das entwickeln analytischer Fähigkeiten ist nur der Ausdruck der Suche nach eigener Legitimation und mangelnder Alternative - so ähnlich hab ich das mal gelesen. Vielleicht eine Schutzbehauptung derer, die es nie zu einem analytischen Denken bringen werden und uns als "Freaks" klassifizieren, die aus Langeweile nichts anderes geschafft haben. Vielleicht wurde der Fermat´sche Satz oder der Vierfarbensatz aus Langeweile bewiesen. Vielleicht lernen die Leute aus Langeweile Dinge die offensichtlich von nichts anderem als zu geistiger Schönheit von Nutzen ist. Vielleicht bedeutet Langeweile in diesem Sinne ja einfach nur die Beschäftigung mit dem, was unsere Intellktualität ausmacht, dieses 1% Unterschied in der DNA Sequenz zwischen Menschen und Schimpansen, das Denken eben.
Vielleicht klingt das arrogant. Diese Art und Weise arrogant, wie dieser Karierte-Hemden-Träger der gerade vorrechnet vor uns steht und monotonst erklärt "Wir fangen direkt mit dem Einsetzen an" und tafelfüllende Formeln hinpinselt? OMG, nein so mein ich das nicht. Aber man sieht doch immer nur aus seiner eigenen Warte auf die Welt um einen herum... dann will ich lieber eines dieser zweifelnden Kinder sein, die beim Einschlafen mit Tränen in den Augen sich fragen, was sie falsch machten, warum die, die sie begehrten nie ihre wurden, warum sie so alleine sind.
Denn da ist immer noch mehr Ästethik dahinter, wie in diesen Textzeilen, die ich gerade höre
"Der Schnee tanzt um die Flamme
Ihr Glanz ist trüe
Sie birgt keine Wärme mehr in sich
Mein Körper vom Eis besiegt"
(Lacrimosa, Flamme im Wind)
Tired.
Ich geh schlafen.

11.11.07 01:42


moving through this live

Ich kann mich bewegen - gehe durch die Straßen dieser Welt, und eher werde ich stehend sterben als kniend zu lebend. Vor dem ersten Tanzkurs der Gedanke - why? - was erhoffst du dir. Danach - es hat doch Spaß gemacht! Nach vorne, in jenen Richtungen, die sich mir bisher nie erschlossen haben. Mehr Kontakt insbesondere zu Mädchen, auch wenn die meisten die ich so kennenlerne kaum jünger sein werden. Bewegen - solange man nicht stehend bleibt, solange sieht man ständig das neue, was sich am Horizont für einen auftut. Und der Horizont ist das Ziel, der Weg, den man noch gehen wird, ohne dessen Ende je zu erreichen.

Ich weiß nicht so genau wohin ich will in diesem Leben. Aber wofür es auch sein mag, ich weiß darum zu kämpfen - solange ich noch sehe, dass da vorne mehr ist. Mag die Welt in meinen Händen zerfließen, das Land vor mir zu Wüste werden oder zu ewigem Regenland, so werde ich noch auch darin suchen, nach dem, was sie Schönheit nennen, und dem was den Augen weniger verspricht davon zu haben, was sie nicht sehen werden.

26.10.07 03:18


awaken again

Wieder erwacht - wieder einen Hauch dessen zu spüren, was sie Leben nennen, wofür sie leben, Hedonisten dieser Welt, Menschen die es verstanden haben aus allen Sinnen zu schöpfen. Bei Nacht und (Niesel-)regen hinaus, 8km geradelt zu einem anderen Wohnheim - wo an jenem Abend eine Semester Opening Party stattfand. Man geht hin, kennt kaum Leute dort und kennt doppelt so viele wenn man wieder geht und hat sich einfach nett unterhalten. Und dann verstehen die auch noch was von Musik, lief doch tatsächlich
"Wer zu Lebzeit gut auf Erden
wird nach dem Tod ein Engel werden
den Blick gen Himmel fragst du dann
warum man sie nicht sehen kann
Erst wenn die Wolken schlafengehn
kann man uns am Himmel sehn
wir haben Angst und sind allein
Gott weiss ich will kein Engel sein"

Nein jetzt läuft sowas nicht. Ich bin müde, ich kam so spät von dieser Party, dass ich viel zu wenig geschlafen haben. Lieber beruhigende Einschlafmusik, soetwas schön melancholisches wie:
"Der Mond, der Deine Flucht gesehen
Schien auf Dein bleiches Angesicht
Doch es war zu spät für Dich.
Dunkel, schweigend sinkt die Nacht
Wie damals auf das Haus herab
Denn alles Leben nahmst Du mit."

Das ist Illuminate, wer diese tolle Gruppe noch nicht kennt ;-)
Heute meine erste Übung gehalten, meine Studenten sind maximal zwei Semester unter mir, also alle älter als ich. Es lief ganz gut. Ich stand, glaube ich, zeitweise ein bisschen nervös dort vorne. Aber sie haben mitgearbeitet und ich hab die Aufgaben durchgebracht.
Ich fühl mich in soweit ganz ausgelastet - morgen nach der Uni Tanzkurs, ja ich hab sowas schon mal gemacht. Aber abgesehen von Tennis/Tischtennis bin ich wohl weitestgehend Amotoriker. Aber ich denke man kann sowas zumindest teilweise lernen. Und natürlich eine der naheliegendsten Möglichkeiten Leute kennen zu lernen. Abgesehen von der Clique an der Uni, dass sowas wie eine zeitinvariante Konstante. Niemand kommt dazu und niemand geht. Man kennst sich gut. Aber man lernt nicht mehr Leute dadurch kennen.
Ich sollte mich mehr selbst darum kümmern bei Partys und so dabei zu sein. M war etwas wie ein social hub für mich. Ich könnte auch einmal lernen mich im Netzwerk zu bewegen.
Ach warum muss ich dann das Leben immer nur in analytischen Strukturen sehen. Das ist wohl das Schicksal derer, die gewisse analytische Fähigkeiten entwickelt haben.

25.10.07 00:52


lonesome

Das erste WE wieder in A - einiges für die Uni gemacht, die Menge an Übungsblättern wird einiges mehr als letztes Semester. Wenig unternommen, viel gelesen. Nächste Woche beginnt die Uni richtig, will heißen auch die Übungen fangen an, auch die Übung die ich halten werde. Das erste mal voll 17 Leuten - nicht so eine nette Kleingruppe wie ich schon mal hatte. Aber ich freu mich drauf. Jetzt mit Tee vor dem PC sitz und mir das Finale des Snooker Grand Prix anschaue.
21.10.07 21:19


return to truth

Es geht wieder weiter - zum Glück. Der erste Tag wieder hier, wo ich studiere, mit Family zusammen den PC wieder hergefahren, wieder in meinem eigenen Heim. Alleine, aber selbstständig, selbständiger werdend. Mir fehlt geistiger Input - Anregungen zum Denken. Mein momentar Romanversuch stagniert, wird immer und immer wieder überarbeitet und das ändert einfach nichts daran, dass der grundsätzliche Plot nichts ist...

Egal, ich darf mich wieder meinem Studium widmen, und werde sowieso nicht so viel Zeit zum Schreiben haben. Ich hab mir einiges vorgenommen, unter anderem halte ich auch ein Tutorium. Kann ich das? Nun, man wächst an der Aufgabe. Und ich will ausgelastet sein - mit sinnvollen Dingen. Und von dem was an Energie verbleibt an die Welt neben dem Studium denken. Das Ziel ist dann sowas wie die Suche nach Wahrheit, und weniger die Wahrheit die die Wissenschaften uns vermitteln, als mehr sowas wie eine persönliche Wahrheit. Falls es sowas gibt.

14.10.07 22:49


what´s new about the new world?

Es geht mir gut soweit, hier in diesem von daheim so fernen Amerika. Vielleicht weil ja einfach gar nicht so viel Zeit dazu ist, allein mit mir zu sein. Es sind immer Leute um mich, Reize der Umgebung, Eindrücke von außen, die ein in in sich gekehrtes Reflektieren gar nicht so sehr möglich machen. Aber eben auch diese bangen Fragen an die Zukunft, zweifelnde Blicke in die eigene Vergangenheit, sie tauchen zwar immer wieder auf, aber verschwinden auch schnell wieder. Zwei Wochen, dann bin ich wieder daheim, dann geht jenes stressige Leben wieder los, das ich suchte, und lange nicht Ziel sein kann. Hier denke ich nicht so weit, nicht viel weiter über diesen Abschnitt, das hier ist Urlaub. Sind viele Leute, sogar ein wenig intellektuelles zu tun, ich komme zum lesen, ein wenig sogar zum schreiben. Lesen - ja ich glaube all die, die nach störkeren Reizen einmal süchtig wurden verstehen nicht diese seltsame Art der Freude wie ich sie beim lesen habe. Das geistige dahingleiten in einer eigenen Welt, in die man einfach so hineintauchen darf. Ich suchte mir immer eigene Welten, vielleicht weil die wirkliche Welt mir zu wenig bot, oder ich sie zu wenig verstand. Ich erschuf mir eigene Welten, mit Hingabe und mit dem Willen zu Vollendung. Vielleicht ist mir das so gut es ging mit meinem Roman geglückt - am zweiten Teil bin ich am zweifeln. Er ist zuviel Happy End, zu wenig Zweifel und Fragen. Ein ästethisches Ende, das dafür steht, was ich mir selbst immer erträumte. Vielleicht ist daraus Kitsch geworden. Ich habe selbst einmal geschrieben in den endlosen philosophischen Ergüssen des ersten Teils "Denn nur das letzte Werk, das darf in vollster Schönheit enden, denn ist das erreicht, so hast du die Aufgabe in deinem Leben schon erfüllt." Ein glückliches Ende ist auch ein Ende des Suchens. Die Zweifel und Tiefen die uns begleiten, müssen uns ein Wegweiser sein, wie es nach oben geht. Der Verlust ein Anreiz dafür nach neuem zu suchen. Ein Lernen aus den Verlusten für das Suchen nach mehr, aber eben doch nicht das reine Gold danach zu finden, auch wenn es glänzt.

Nach neuem Suchen. Sollte man hier, so weit weg, in so einem fernen Land, doch können? Es ist mehr ein Abziehbild mit einigen Detailänderungen von daheim. Lasse ein wenig Sozialstaat weg, füge etwas Kommerz hinzu. Okay, man darf auch mehr Ehrgeiz, mehr Zielstrebigkeit, mehr Optimismus dazufügen. Aber kulturell? Der so strapazierte Begriff der "Werte"? Da ist doch kein Unterschied. Es ist ein gemeinsames Streben nach mehr, mehr Gewinn, mehr Wachstum, persönlichem Reichtum. Und von diesen Dingen mehr als bei mir daheim. Aber sonst ist nicht so viel anders.
27.9.07 22:29


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